Recht

 

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Weitreichender Schutz der Sportversicherung

Vereinsmitglieder sind in Nordrhein-Westfalen über die Sporthilfe e. V. des LandesSport-Bundes mit dem weitgehenden Schutz der " Sportversicherung" versichert. Entgegen der häufig vorherrschenden Meinung umfasst sie weitaus mehr als "nur" eine Sportunfallversicherung für die aktiven Sportler. Es sind vielmehr alle Vereinsmitglieder bei satzungsgemäßen Veranstaltungen und Tätigkeiten versichert, und zwar nicht nur bei der reinen, aktiven Sportausübung. Und der Deckungsschutz erstreckt sich zudem auf auch auf weitere Versicherungsbereiche.
Die Sportversicherung, die die Sporthilfe e. V. als Sozialwerk des LandesSportBundes NRW für alle Mitgliedsverbände, Vereine sowie für Stadt- und Kreissportbünde/-verbände abgeschlossen hat, versichert den gesamten Verbands- und Vereinsbetrieb; die ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Personen, Trainer, Schieds- und Kampfrichter, Helfer bei Veranstaltungen und natürlich alle aktiven und passiven Mitglieder. Die Unfallversicherung ist das Kernstück einer jeden Sportversicherung. Nicht minder wichtig sind aber auch die Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung, der Krankenversicherungsschutz, die Vertrauensschadenversicherung und die Reisegepäckversicherung für Auslandsreisen. Das gesamte Paket haben die Vereine, ihre Mitarbeiter und Mitglieder mit dem Sporthilfebeitrag abgesichert.
Die Vereinsmitglieder sind auch als Zuschauer versichert. Das Besondere: Der Versicherungsschutz gilt innerhalb von NRW für alle versicherten Veranstaltungen der NRW-Vereine. Besucht das Mitglied ein Heim- oder Auswärtsspiel seines Vereins, hat es nicht nur im Stadion bzw. auf der Sportstätte Versicherungsschutz, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg, wenn der eigene Verein eine Mannschaft, eine Riege oder Einzelsportler zur Veranstaltung gemeldet hat. Und das gilt auch bei Veranstaltungen außerhalb von NRW. Fans, die als Vereinsmitglieder zu den Spielen ihres Bundesligaclubs fahren, sind also ebenfalls versichert.
Beachten sollte man aber, dass auch eine noch so umfassende Sportversicherung nicht alle Gefahren pauschal und obligatorisch absichern kann. Für die Versicherung zusätzlicher, individueller Risiken, beispielsweise die Kfz.-Zusatzversicherung, die Vermögensschaden-Zusatzversicherung oder die Gebäudeversicherungen muss der einzelne Verein selbst sorgen. Für alle Fragen rund um die Sportversicherung und mögliche Zusatzversicherungen haben die Sporthilfe und ihr Sportversicherer, die ARAG, am Sitz der Sporthilfe in Lüdenscheid ein eigenes Versicherungsbüro als Servicestelle eingerichtet. In Zweifelsfällen, bei Schäden oder für alle Versicherungsfragen stehen dort kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung:

Versicherungsbüro bei der Sporthilfe e. V.
Postfach 2540
58475 Lüdenscheid 
Telefon: 02351 - 947540
Fax: 02351 - 9475450 
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Quelle: Karl-Heinz Trockel
http://www.flvw.de
erstellt am 24.11.2005 

 

Was passiert eigentlich, wenn was passiert.

4.500€ für eine Grätsche.
Bei einem Fußballspiel von Altherrenmannschaften brachte ein Spieler einen Gegenspieler mit einer Grätsche von hinten zu Fall und verletzte ihn erheblich. Der Schiedsrichter zeigte dafür "rot " und vermerkte " wegen groben Foulspiels -Tritt von hinten in die Beine " in seinem Spielbericht.
Der gefoulte Spieler bemühte ein ordentliches Gericht wegen Schadenersatz und Schmerzensgeld .Beides bekam er.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine Haftung für Verletzungen beim Fußballsport dann gegeben ,wenn einschuldhafter Regelverstoß zur Verletzung führt, wobei ein Verschulden nicht vorliegt, wenn der Regelverstoß im Grenzbereich zwischen der einem solchen Kampfspiel eigenen gebotenen Härte und der unzulässigen Unfairness liegt.
Die Rechtsprechung erfordert daher für eine Haftung einen objektiven Regelverstoß und zum anderen bei der Frage , ob er schuldhaft begangen worden ist, die Berücksichtigung der Besonderheit des Wettkampfsportes. Denn die Hektik und Eigenart des Fußballspiels
als schnelles Kampfspiel fordern von jedem Spieler oft spontane Entscheidungen und Handlungen, bei denen er in Bruchteilen von Sekunden Chancen und Risiken gegeneinander abwägen muss , um im Spiel erfolgreich zu sein. Bei einem derartig angelegten Spiel darf daher der Maßstab für den Schuldvorwurf nicht zu strengangesetzt werden.
Erst wenn die Grenzen zur unzulässigen Unfairness überschritten überschritten sind, kommt daher eine Haftung des Mitspielers , der dadurch einen Gegner körperlich verletzt, in Betracht.

Bei einer Grätsche von hinten in die Beine des Gegners ist allein schon auf Grund dieser großen Regelwidrigkeit eine Haftung regelmäßig in Betracht zu ziehen . Diesen Tatbestand hatte der beklagte Spieler verwirklicht. Die Einlassung des Beklagten, dass man jedem Fußballer vom Fußballspiel abraten müsse, wenn ein solches Foulspiel zu einer zivilrechtlichen Haftung führe, weil das Haftungsrisiko einfach zu groß sei, verkennt die Grenzen zwischen zulässigen Attacken bei einem körperbetonten Kampfspiel und unzulässiger Unfairness , wie sie in den DFB-Regeln festgelegt sind. Das Gericht sah ein Schmerzensgeld von 4.500 € als angemessen an .
Landgericht Münster vom 18.12.2002-10O586/02

 

Ohne Pässe und Bericht kein Spiel

Ein Verein trägt ein Freundschaftsspiel aus. Der Schiedsrichter bittet beide Mannschaften zehn Minuten vor dem Spiel zur Passkontrolle. Jetzt erklären ihm die Verantwortlichen beider Vereine sie hätten keine Lust, den Spielbericht auszufüllen und Pässe hätten sie auch nicht dabei. Der Schiedsrichter bittet beide Vereine , doch einen Spielbericht auszufüllen und die Spieler unterschreiben zu lassen. Auch diese Bitte erfüllen die Vereine dem Schiedsrichter nicht.

Der besondere Fall
Daraufhin weigert sich der Schiedsrichter das Spiel anzupfeifen,fährt nach Hause und macht einen Sonderbericht. Die Spruchkammer verhandelte diesen Fall und entschied: Beide Vereine werden wegen unsportliches Verhaltens zu einer Geldstrafe von 200 Euro und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Die Lehre für uns : Wo so etwas geschieht , handeln wir dann wie jener verantwortungsbewusste Schiedsrichter. 
Gratulation
b.-

Wörtlich übernommen aus der uns zu verfügende AM-Westfalen-Sport Ausgabe vom 16.03.2004

Anmerkung/Hinweis: der Geschäftsstelle
Führt ein Verein ein nicht genehmigtes Turnier/ Aktivität durch, kann ein Ordnungsgeld gem. Fußballspielordnung §9,5 Punkt 7,8 festgesetzt oder die Angelegenheit der Spruchkammer Emscher-Lippe zur Endscheidung vorgelegt werden.Ein Turnier/ Aktivität des Vereins ist über den Meldebogen möglich. Selbstverständlich wird diese Meldung wenn Ordnungsgemäß in der Geschäftsstelle auch  im Internet unter Termine mit Reg.Nr. veröffentlicht.
von : M.Wlodarczak
In der  Sportordnung BKV.Emscher-Lippe  ist es nach zu vollziehen das jede sportliche -Aktivität gemeldet sein muss, sowie auch eine Ausschreibung /Turnierordnung beigefügt sein muss. Spielbericht muss immer ausgefüllt werden.Dabei braucht eine Sportverletzung seit  2003/2004 nicht mehr im Spielbericht eingetragen werden. Bei einem Sportunfall wird auf verlangen der Sporthilfe -Versicherung wie auf dem 40.Verbandstag nochmals mitgeteilt wurde, der Spielbericht der Sporthilfe zu Verfügung gestellt.
von : M.Wlodarczak    

 

Das Urteil: Parken am Sportplatz

Wer sein Auto direkt neben einem Fußballplatz abstellt, ist selberschuld wenn ein heranfliegender Ball das Auto beschädigt. Zu dieser Entscheidung kam das Amtsgericht Altenkirchen. Eine Frau hatte ihren Wagen während eines Fußballspiels neben dem Sportplatz geparkt. Obwohl das Gelände von einem 6 m hohen Ballfangzaun umgeben war, traf ein Ball Ihr Auto. Die Reparatur kostete rund 1.900 DM  €         ,die die Autofahrerin vom Sportverein forderte , der den Sportplatz betrieb .Sie bemängelte die Höhe des Zaunes und die gefährliche Lage des Parkplatzes.

Das Gericht sah die Absicherung des Sportplatzes jedoch als ausreichend an. Ein sechs Meter hoher Zaun fange die meisten abirrenden Bälle ab. Alle Gefahren auszuschließen und einen noch höheren Zaun zu errichten, könne dem Verein schon aus Kostengründen nicht abverlangt werden .Dass der Autoparkplatz direkt neben dem Sportplatz liege , ändere daran nichts. Das Risiko, das sich daraus ergebe, hätte die Frau leicht umgehen und ihren Wagen anderswo parken können .

Amtsgericht Altenkirchen vom 18.03 1999 - 71 C 701 / 98